Freitag, 20. Dezember 2019

Vera - 7

Für die Nacht war Wind angesagt, eigentlich Sturm. Achim überprüft den Außenbereich des Womos. Stühle und Kleinzeug ist sicher im Womo untergebracht. Der Tisch bietet kaum Angriffsfläche, kann auch draußen bleiben. Die Fahrräder stehen geschützt hinter dem Womo, angekettet und mit einer Schutzplane abgedeckt. Sollten sie doch umfallen, können sie dort keinen Schaden anrichten. Da der Wind zur Bettgehzeit recht harmlos ist, machen wir uns keine Sorgen und schlafen auch gut ein. So ein bisschen Schaukelei wirkt auch irgendwie beruhigend. Gegen 2 Uhr legt der Wind zu. Die Geräusche von rollenden Plastikeimern wecken Achim auf. Dann hört er auch das Flattern der Schutzplane und kann - wer hätte das gedacht - nicht mehr schlafen. Nach einiger Zeit gibt er auf, steht auf, zieht sich an und geht raus. Hier ist es angenehm mild, nicht so kuschelig wie im Bett, aber immerhin. Achim dreht den Tisch um, dann kann er nicht mehr umfallen. Aber was mit den Rädern machen? Die Abdeckplane droht zu zerreißen. Die Fahrräder des Nachbarn sind schon umgefallen. Da es so schön mild und trocken ist, kann man auch ein bisschen arbeiten - nachts kurz vor 3 Uhr! Achim nimmt die Plane ab, legt sie zusammen und verstaut sie im Womo. Dort macht sie keinen Lärm mehr. Die Fahrräder legt er ganz sauber neben das Womo. Nun können sie nicht mehr umfallen. Zurück im Womo schläft er sofort ein. Sich den Wind um die Nase wehen lassen und ein bisschen körperliche Tätigkeit machen eben müde - auch nachts um 3 Uhr! Am Morgen sind wir doch etwas früher wach als gewöhnlich. Es ist viel Wind und Regen angesagt. Noch ist es trocken und der Wind hält sich zurück. Also Außenarbeiten. Karin kümmert sich um die restliche Wäsche. Man glaubt kaum, was da alles zusammen kommt in der kurzen Zeit. Aber was tun mit der gewaschenen, aber noch nicht trockenen Wäsche, wenn soviel Wind und Regen angesagt ist? Die Wäsche auf die Leine hängen scheint keine gute Idee zu sein. Deshalb holt Achim das Trockengestell aus dem Womo. Karin bestückt es im Wäscheraum. Dann tragen wir es gemeinsam nach draußen und sichern es gegen Umfallen mit unseren Wassersäcken. Um es vorweg zu nehmen: Der Wind bleibt moderat. Es regnet nicht. Die Wäsche wird trocken. Doch davon weiß Achim zu dem Zeitpunkt noch nichts. Er stellt die Fahrräder wieder auf und verstaut sie in der Garage. Da kann ihnen wirklich nichts passieren. Schließlich hat auch Karin die Wäsche trocken herein geholt. Jetzt könnten wir eigentlich eine Runde Boule spielen. Just in dem Augenblick erblicken wir die ersten Regentropfen auf der Windschutzscheibe. Also umplanen und Kaffee kochen. Als dieser fertig ist, hört es auf zu regnen. Erneute Umplanung: Der Kaffee bleibt in der Kaffeekanne. Wir spielen Boule. Anschließend ist der Kaffee auch ganz wohltuend. Der Wind lässt langsam nach. Der Regen bleibt (vorerst) aus.
Bäume biegen sich, aber Regen bleibt aus.