Dienstag, 25. Juni 2019

Ostsee 2019 - Boiensdorf 220 km


Wir wollten natürlich schon lange wieder unterwegs sein. Aber wie das so ist im wirklichen Leben, kommt es anders als man denkt. Ein paar Arzttermine lassen sich nicht so legen, wie man es gerne hätte und auch die Anzahl selbiger nimmt mit zunehmendem Alter zu. Dann hatten wir die Idee, uns neue Fahrräder zuzulegen. Auch das ist nicht so einfach, wenn man so wählerisch ist wie wir. Unsere alten hatten wir schnell verkaufen können. Die neuen ließen aber auf sich warten. Aber ohne Fahrräder wegzufahren geht gar nicht. Schließlich hatten wir bei unserem Womo noch ein paar „Kleinigkeiten“ im Rahmen der Garantie zu erledigen. Auch hier das Übliche: Garantiearbeiten gehören nicht zu den bevorzugten Aktivitäten der Garantiegeber. Dementsprechend muss man als Garantienehmer viel Geduld und Muße aufbringen. Die Lieferung der Ersatzteile dauert lange. Einen Werkstatttermin zu bekommen dauert noch länger. Der Termin an sich wird seitens der Werkstatt sehr flexibel gehandhabt; soll heißen: „Bringen Sie das Fahrzeug mal vorbei. Wir planen so etwa eine Woche Reparaturzeit ein.“ Die eigentliche Reparatur dauert dann nicht mal einen Tag. Die Woche wird aber trotzdem ausgenutzt. Überlegt man dann, dass man sein Fahrzeug zig Kilometer zur Werkstatt bringen muss, die Ehefrau mit dem Pkw mitfährt, damit man wieder zurück kommt und schließlich den gleichen Aufwand für die Abholung aufbringen muss, fragt man sich schon, ob man nicht lieber auf die Garantiearbeiten verzichten sollte. Ob da ein System dahinter steckt? Na jedenfalls sind wir heute losgekommen, mit einem kleinen Umweg über die Werkstatt, weil wir dort noch ein paar im Womo vergessene Werkzeuge abliefern und im Gegenzug einen vergessenen Sensor abholen mussten. Leider gibt es wieder viele Baustellen und Sperrungen, so dass unser Navi uns über einige Umwege zu unserem heutigen Ziel Boiensdorf leiten musste. Für diese Strecke haben wir fast vier Stunden gebraucht. Ganz schön heftig! Aber zum Glück haben unsere Freunde Anja und Erwin uns ein schönes Plätzchen freigehalten. Wir fahren schnell unsere Markise aus, um bei 32° Celsius wenigstens ein bisschen Schatten zu haben. Während die Frauen Kaffee kochen, besorgt Achim mit Erwin leckere Fischbrötchen. Darauf haben wir uns schon lange gefreut. Kaum haben wir die Fischbrötchen verzehrt, klingelt der Eiswagen. Auch da können wir nicht widerstehen. Gegen Abend holt Achim nochmals Fischbrötchen. Schließlich muss man die Gelegenheit nutzen. Erst als die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, wird es etwas kühler. Dann greifen aber die Stechmücken an. Also verziehen wir uns ins Womo.