Donnerstag, 31. Januar 2019

Spanien – Islantilla 125 km


In der Nacht regnet es zwar nicht oder zumindest nicht merklich, aber die Bewölkung nimmt eher zu. Dies hat zur Folge, dass es am Morgen relativ warm ist. So kann sich die Heizung etwas ausruhen. Wir entschließen uns weiter zu fahren, erstens wegen Wetter und zweitens wegen Platz. Beides sagt uns nicht so optimal zu. Bei schönem Wetter mag beides aber schon seine Reize haben. Die Bezahlung der Stellplatzgebühr gestaltet sich etwas schwierig. Wir finden kein richtiges Büro und die Platzchefin ist wohl irgendwo unterwegs. Auch ein Holländer läuft etwas suchend herum. Er hat das gleiche Problem. Doch nach einer Weile kommt die Chefin mit ihrem Hund vom Gassigehen zurück und widmet sich auch sogleich unserem Geld und der Abnabelung vom Strom. Nach der Ver- und Entsorgung fahren wir auf kleinen Nebenstraßen zurück zur N 125 und wenden uns Richtung Osten. Unser Ziel Manta Rota ist eine gute halbe Stunde später erreicht. Wir kennen den Platz und die Zufahrt, auch wenn sich hier wie fast überall einiges an der Straßenführung geändert hat. Nicht geänert hat sich leider die Kapazität des Stellplatzes und dessen Beliebtheit. Total voll. Wir fragen den Platzwächter, doch erhalten wie befürchtet eine Abfuhr. Die Mobile, die gerade den Platz verlassen, wollen im Laufe des Tages wieder zurück kommen. Also auch kein Indiz für einen freien Platz. Eine Deutsche rät uns, es morgens um acht Uhr zu versuchen. Dann würden schon einige fahren, allerdings auch einige warten. Geduld ist allerdings nicht gerade unsere Stärke, zumal der Parkplatz vor dem Stellplatz auch fast voll ist. Da wären unsere Chancen wohl äußerst gering. So fahren wir eben weiter. Unser nächstes (Ersatz-) Ziel ist im Hinterland. Vielleicht haben wir dort mehr Glück. Wir passieren Castro Marim. Hier gibt es auch einen Stellplatz, sogar mit freien Plätzen. Aber schön finden wir es hier nicht. Das Bild täuscht. Der Platz liegt direkt an einer Durchgangsstraße.

Manta Rota

Castro Marim
In Almeda de Ouro werden wir überrascht. Ein wirklich schön gelegener Platz mit einer tollen und weiten Aussicht über einen großen Stausee hinweg. Der Platz ist größer als wir angenommen hatten und es gibt auch noch freie Plätze.

Aber der Platz liegt auf einer Hochebene und dort ist er dem Wind, egal aus welcher Richtung, völlig schutzlos ausgeliefert. Da für heute Nacht 30 bis 40 Knoten bzw. Windstärke 7 bis 8 angesagt sind, verzichten wir. So bleibt uns nichts anderes übrig, als Portugal zu verlassen und nach Spanien zu fahren. Den Platz im Hafen von Ayamonte fahren wir gar nicht erst an. Er soll teuer, häßlich und umständlich sein. Wir haben von einem offiziellen Stellplatz in Isla Canela gehört bzw. gelesen. Wieder nichts. Das war wohl einmal. Jetzt aber verhindert eine 2,50 Meter-Schranke uns die Zufahrt. Dann machen wir noch einen kleinen Ausflug zu unserer Surfbucht, die wir von früher her kennen. Hier hat sich auch viel verändert. Wir treffen kein einziges Womo mehr an. Der Strand ist regelrecht abgeflacht und geglättet worden, ob vom Wind, von den Wellen oder vom Mensch, wissen wir nicht. Selbst die Chiringuito mit dem deutschsprachigen Chef ist weg. Nur Reste von einer Terrasse finden wir noch.

Jetzt haben wir nicht mehr allzu viele Ideen. Wir fahren um das Naturschutzgebiet herum nach Islantilla. „Unser“ alter Parkplatz existiert noch, hat jetzt aber eine eindeutige Beschilderung, die Womos das Parken (auch tagsüber) untersagt. Etwas Abseits finden wir doch noch einige Womos, wo (noch) keine Verbotsschilder zu finden sind. Hier hoffen wir zumindest für eine Nacht bleiben zu können