Nachdem wir ein paar Termine in unserer alten Heimat abgearbeitet
hatten, kehrten wir gestern Abend wieder nach Wüstenselbitz zurück
und konnten im Badeweiher baden und die Sonne genießen. Heute wollen
wir nordwärts an die Havel fahren. Aber erst einmal ist es Zeit,
unsere Vorräte aufzufüllen. Daher fahren wir – ortskundig wie wir
sind – unserem Navi widersprechend ein paar Kilometer südlich zur
Auffahrt Münchberg Nord, weil sich dort ein Autohof mit einem Aldi
befindet. Nach dem Einkauf wollen wir auf die Bahn fahren und müssen
leider erkennen, dass sich dort in beiden Richtungen
Fahrzeugschlangen gebildet haben. Die waren vor dem Einkauf noch
nicht da. Wir entscheiden uns um und fahren über Landstraßen und
ein paar kleine Orte zur Auffahrt Hof West. Ob wir zeitlich nun viel
gewonnen haben, wissen wir nicht. Aber stressfrei war es auf jeden
Fall. Jetzt wird der Tempomat eingeschaltet und dann lassen wir es
rollen. Es läuft auch prima. Allerdings ganz im Gegenteil zur
Gegenfahrbahn. Dort hat sich hinter Halle aus Richtung Dessau kommend
ein irrer Stau gebildet. Bedauernswert, gerade bei diesen
hochsommerlichen Temperaturen. Wir aber kommen gut voran. Erst bei
Berlin auf der A 10 soll ein Stau vor uns liegen. Den brauchen wir
jetzt so kurz vor unserem heutigen Ziel nun wirklich nicht mehr. Wir
fahren rechtzeitig von der Autobahn ab und gondeln die letzten
zwanzig Kilometer über die Landstraßen nach Groß Kreutz-Schmergow.
Ganz so toll ist diese Route aber auch nicht. Der Straßenzustand ist
katastrophal. Obwohl wir teilweise recht zügig fahren dürften,
nutzt Achim nur etwa die Hälfte des Erlaubten aus. Sein Womo täte
ihm sonst leid. Stören tun wir aber auch keinen, weil diese Strecke
wirklich einsam ist.
In Schmergow angekommen, richten wir uns ein und
besichtigen den Platz, der laut unserem Stellplatzführer unter
anderem Dusche und WC aufweisen soll. Stimmt auch. Am Rande des
Platzes ist eine absolut frei stehende Dusche, an der vor warmem
Wasser gewarnt wird; und auch ein Dixi ist vorhanden. So gesehen lügt
der Führer also nicht. Wir hatten uns beides nur ein bisschen anders
vorgestellt. Vielleicht übersehen wir aber auch nur ein paar
Örtlichkeiten. Die dahingehenden Fragen verschieben wir auf morgen.
Eigentlich ist es auch nicht so wichtig, denn der Platz gefällt uns
auch so ganz gut. Wir überlegen, ob wir noch einen Tag dranhängen
wollen.

