Erwin
fährt gegen 06.30 Uhr am Morgen, also zu nachtschlafener Zeit, von
den Keilen herunter. Achim ist sofort wach. Zwar wusste er, dass
Erwin etwas früher starten wollte, aber mitten in der Nacht? Kurz
darauf verabschieden wir Anja und Erwin mit einem Gruß aus dem
Schlafzimmerfenster. Da wir nun schon mal wach sind, können wir auch
gleich aufstehen. Nach einem Wachmachkaffee machen auch wir uns vom
Acker. Schön, dass die Franzosen und der Rest der Welt jetzt Ferien
haben. Die Straßen sind ungewöhnlich frei, so dass wir ganz
entspannt fahren können; bis Karin die laute Überlegung anstellt,
ob wir uns noch einmal ein frisches Baguette gönnen sollen. Achim
reagiert wie ferngesteuert. Ein paar Meter vor uns rechts ist eine
Bäckerei. Blick in den Rückspiegel, Blinker rechts, rechts ran,
Bremse. Jetzt hat er Zeit zu antworten: „Jou!“ Einer der nächsten
Parkplätze erlebt dann sogleich die genussvolle Vernichtung des
schmackhaften Backwerks. Wie wir dann wieder auf der Straße sind,
bekommen wir eine SMS von Anja: Wären auf dem Stellplatz in Nuncq
Hautecote. Ob wir auch dort hinkämen und ob sie für uns reservieren
sollen? Zweimal ja, lautet die Antwort.
Schließlich kommen Anja und
Erwin nochmals auf die Idee zu grillen. Gerne machen wir mit. Das
letzte Abschiedsgrillen ist ja nun auch schon fast einen Tag her.
Außerdem gab es gestern einen von Anja selbstgemachten Marsala. Da
muss doch noch etwas da sein.
