Donnerstag, 21. Juli 2016

Curracloe und wieder zurück nach Cahore 60 km

Heute treffen wir endlich Anja und Erwin wieder. Wir wollen zu ihnen nach Curracloe fahren. Am Morgen erreicht uns von ihnen eine Nachricht, dass es in der Nacht wegen ein paar irischen Campern recht laut zuging. Tut uns leid. Wie leid, werden wir aber erst ein paar Stunden später erfahren. Zunächst einmal freuen wir uns, die beiden wieder zu sehen. Wir fahren zu Ihnen nach Curracloe an das White Gap, wo wir am Anfang unserer Reise schon einmal waren. Natürlich haben wir wie immer viel zu bereden. D. h. Achim quatscht mit den beiden. Karin kuriert sich immer noch ein bisschen aus und will die beiden nicht anstecken. (Es reicht schließlich, wenn sie Achim ansteckt.) Jetzt sehen wir auch, wer bzw. was in der Nacht so laut war. Ein paar Iren haben sich mit Wohnwagen, Wohnmobil, Vorzelt und vor allem mit Stromgeneratoren am Rande des Parkplatzes eingenistet. Der Vergleich mit einem Campingplatz ist naheliegend, nur sind dort logischerweise Generatoren verboten. Wir planen derweil den Nachmittag über schon unsere Fahrt durch Frankreich, Belgien und Holland nach Deutschland. Gegen Abend braut sich dann das Unheil zusammen. Zuerst kommt ein Polizeifahrzeug und hält bei den irischen Campern. Was der Polizist tut und bespricht, bekommen wir nicht mit. Aber dann kommen Gemeindearbeiter hinzu und überreichen allen Campern – also auch uns – ein Blatt der Gemeinde Curracloe, mit dem wir aufgefordert werden, binnen 24 Stunden den Platz zu verlassen, ansonsten drohen drakonische Strafen: 

1. Die Entfernung unserer Fahrzeuge
2. Die Verwertung unserer Fahrzeuge
3. Bis zu 1270 Euro Strafe und/oder bis zu sechs Monate Gefängnis.

Zwar hätten wir theoretisch noch ein paar Stunden Galgenfrist, bei Anja und Erwin sieht das aber anders aus. Ärgern tut uns aber vor allem, dass wir unter den eigentlichen Ruhestörern mit zu leiden haben. Aber alles Jammern hilft nichts. Wir müssen weg. So fahren wir zur Erkundung einen Parkplatz bei Blackwater an, der als Übernachtungsplatz in diversen Quellen empfohlen ist. Doch als wir dort eintreffen, sehen wir, dass dieser Platz unmittelbar neben einem Campingplatz ist. Da gehört sich das Übernachten von vornherein nicht. So bleibt uns mangels kurzfristiger Alternativen nichts anderes übrig, als wieder nach Cahore an den Newton Beach zu fahren. Weit sind wir also heute nicht gekommen.