Heute
treffen wir endlich Anja und Erwin wieder. Wir wollen zu ihnen nach
Curracloe fahren. Am Morgen erreicht uns von ihnen eine Nachricht,
dass es in der Nacht wegen ein paar irischen Campern recht laut
zuging. Tut uns leid. Wie leid, werden wir aber erst ein paar Stunden
später erfahren. Zunächst einmal freuen wir uns, die beiden wieder
zu sehen. Wir fahren zu Ihnen nach Curracloe an das White Gap, wo wir
am Anfang unserer Reise schon einmal waren. Natürlich haben wir wie
immer viel zu bereden. D. h. Achim quatscht mit den beiden. Karin
kuriert sich immer noch ein bisschen aus und will die beiden nicht
anstecken. (Es reicht schließlich, wenn sie Achim ansteckt.) Jetzt
sehen wir auch, wer bzw. was in der Nacht so laut war. Ein paar Iren
haben sich mit Wohnwagen, Wohnmobil, Vorzelt und vor allem mit
Stromgeneratoren am Rande des Parkplatzes eingenistet. Der Vergleich
mit einem Campingplatz ist naheliegend, nur sind dort logischerweise
Generatoren verboten. Wir planen derweil den Nachmittag über schon
unsere Fahrt durch Frankreich, Belgien und Holland nach Deutschland.
Gegen Abend braut sich dann das Unheil zusammen. Zuerst kommt ein
Polizeifahrzeug und hält bei den irischen Campern. Was der Polizist
tut und bespricht, bekommen wir nicht mit. Aber dann kommen
Gemeindearbeiter hinzu und überreichen allen Campern – also auch
uns – ein Blatt der Gemeinde Curracloe, mit dem wir aufgefordert
werden, binnen 24 Stunden den Platz zu verlassen, ansonsten drohen
drakonische Strafen:
1.
Die Entfernung unserer Fahrzeuge
2.
Die Verwertung unserer Fahrzeuge
3.
Bis zu 1270 Euro Strafe und/oder bis zu sechs Monate Gefängnis.
Zwar
hätten wir theoretisch noch ein paar Stunden Galgenfrist, bei Anja
und Erwin sieht das aber anders aus. Ärgern tut uns aber vor allem,
dass wir unter den eigentlichen Ruhestörern mit zu leiden haben.
Aber alles Jammern hilft nichts. Wir müssen weg. So fahren wir zur
Erkundung einen Parkplatz bei Blackwater an, der als
Übernachtungsplatz in diversen Quellen empfohlen ist. Doch als wir
dort eintreffen, sehen wir, dass dieser Platz unmittelbar neben einem
Campingplatz ist. Da gehört sich das Übernachten von vornherein
nicht. So bleibt uns mangels kurzfristiger Alternativen nichts
anderes übrig, als wieder nach Cahore an den Newton Beach zu fahren.
Weit sind wir also heute nicht gekommen.
