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gewonnen. So können wir beruhigt schlafen gehen und am Morgen gut
gelaunt aufwachen – trotz Regen. Dabei hatte uns die
Stellplatzbetreiberin für heute nur "un peu de pluie"
angekündigt und dabei mit den Fingern dieses kleine bisschen Regen
angedeutet. Selbst der Wetterdienst meldet ab elf Uhr regenfrei.
Leider irrt sich auch der. Es bleibt uns nichts anderes übrig als
mal wieder inhäusig zu lesen und ein paar Sudoku zu lösen. Anja und
Erwin laden uns per SMS nach nebenan zum Kaffeetrinken ein. In einer
Fast-Regenpause schaffen wir auch die paar Meter bis in ihr Womo.
Dort spendiert Anja leckeren Kuchen, den sie extra für uns
aufbewahrt hat. Da wir den Kuchen in Null Komma Nix verputzen hat
auch Petrus ein Einsehen und macht die Wolken dicht. Diese Chance
lassen wir uns nicht entgehen, holen unsere Fahrräder aus den
Womogaragen und radeln hinunter zum Strand, wo wir ein paar Meter
spazieren gehen.
Zu weit trauen wir uns aber mit Blick auf den
Himmel nicht. Zurück bei den Fahrrädern entscheiden wir uns noch
für eine kleine Stippvisite des Ortes Réville. Es ist wirklich ein
schmuckes kleines Örtchen. Viele Häuser und Gärten sind liebevoll
mit bunten Blumen geschmückt. Zwar sehen wir nicht viele
Einheimische, aber man hat den Eindruck, dass sie sich hier
wohlfühlen und stolz auf ihren Ort sind. Im Zentrum bewundern wir
die riesige Kirche.
Gleich nebenan befindet sich auch die
Einkaufsmeile. Wobei Meile übertrieben ist. Auf vielleicht
einhundert Metern befindet sich genau das, was man in Frankreich
erwartet: Rathaus, Bäcker, Metzger, Lebensmittelladen, Frisör,
Restaurant. In einem kleinen Bogen radeln wir zurück zu unseren
Womos.