Die Nacht
war ruhig. Das lag wohl auch daran, dass der Wind sich sehr zurück
gehalten hat. Sonst wären wir sicherlich ganz schön geschaukelt
worden. Nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung Norden.
Wieder lassen wir die wunderschöne Landschaft auf uns wirken. Wir
kommen an einem recht ansehnlichen großen Castle vorbei.
Eigentlich ist es ja nur ein Kasten. Aber irgendwie doch
beeindruckend. Unser erstes Ziel, das Duncannon Fort, ist eine herbe
Enttäuschung. Es ist geschlossen, und das auf unbestimmte Zeit. So
bleibt uns nichts anderes übrig, als uns das Fort von unten, also
vom Strand aus, anzuschauen.
Das ist natürlich nichts
Besonderes. Dafür aber finden wir dank Erwin einen Cache an dem
steilen Hang zum Fort hinauf. Erwin erweist sich wieder einmal als
Klettermaxe und macht uns allen vor, wie das Klettern geht. Dann
wenden wir uns in die entgegengesetzte Richtung, bewundern den
riesigen, kitefreundlichen Strand, allerdings bei Ebbe und kaum Wind,
und peilen einen weiteren Cache an. Dafür müssen wir aber etwas
Umweg in Kauf nehmen, da ein paar Priele uns den Weg versperren. Auch
ein paar gestrandete, "riesige" Quallen wollen umgangen
werden. Kurz vor dem Ziel erfahren wir, wie glatt Seetang sein kann.
Achim hätte sich beinahe in die Waagerechte gepackt. Diesmal hat
Anja den Blick fürs Wesentliche und findet den Cache. Der Marsch
zurück zu den Womos führt uns über normale Straßen und geht
deshalb recht zügig. Wir fahren zum nächsten Ziel, der Dunbrody
Abbey.
Hier müssen wir Eintritt bezahlen, bekommen einen
Schlüssel und eine etwas "unübersichtliche"
Übersichtskarte. Dann marschieren wir ein paar Meter hinüber zur
Abbey. Doch erst wollen wir noch einen Cache bergen. Der soll
außerhalb der kostenpflichtigen Abbey sein. Unsere Navis aber narren
uns. Wir sollen über eine kaum überwindliche Hecke mit Dornen
klettern. Das tun wir natürlich nicht. Wir laufen einen Umweg aussen
herum, steigen über zwei Viehgatter, passen auf, dass wir nicht mit
einem Elektrozaun und den Hinterlassenschaften der Viecher in
Konflikt kommen, um festzustellen, dass der Cache wohl doch auf der
jetzt wieder anderen Seite liegen muss. Viel Zeit zum Suchen hätten
wir sowieso nicht, weil die Kuhherde sehr neugierig auf uns ist und
uns immer näher kommt. Natürlich alle auf einmal, Herdentrieb eben.
Erwin ist wieder der Glückliche, der zwischen Steinen, Brennnesseln
und Grasschnitt den Cache findet. Innerhalb der Abbey rätseln wir,
wie der Übersichtsplan zu lesen sei. Das Wort Übersicht hat er auf
keinen Fall verdient. Wir haben schon Schwierigkeiten, die
Himmelsrichtungen richtig zu bestimmen. So wird das Zuordnen der
verschiedenen Bereiche mehr zum Glücksspiel bzw. zu demokratischen
Mehrheitsentscheidungen. Trotzdem ist die Besichtigung interessant
und beeindruckend. Dabei verbringen wir soviel Zeit, dass wir
beschließen, für heute nicht mehr weiter zu fahren. Wir schließen
wieder den Eingang ab, geben Schlüssel und Plan zurück und
verziehen uns in die Womos. Achim hilft schließlich noch Anja und
Erwin beim Einrichten ihrer Internetverbindung. Dann ist es auch
schon fast Abend.
