Freitag, 19. Februar 2016

Falesia 5. Tag

Nachdem wir gestern über dreißig Kilometer geradelt sind, haben wir uns heute wieder eine Ruhepause verdient. Das Wetter lädt auch dazu ein. Es ist sonnig und warm, so warm, dass wir uns in kurzen Sachen neben unserem Womo platzieren und uns die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Dann kommen Erwin und Achim auf die Idee, ihre Kites auszupacken, um sie trocknen zu lassen und vor allem, um sie von dem klebrigen Sand zu befreien, der seit Isla Canela an ihnen haftet. Während die Kites im Gras vor sich hinliegen dürfen, werden auch die Kitebars hervorgeholt, die Leinen ausgerollt und gefachsimpelt, welche Bar an welchen Kite passt oder warum nicht passt. Karin hat heute große Wäsche vor. Das Problem ist aber, eine von zwei Waschmaschinen zu erwischen; gemeint ist dann, wenn sie frei ist. Unsere Erfahrung hat uns gelehrt, dass der beste Zeitpunkt am Abend ist, wenn keiner mehr waschen will. Also marschiert Karin so gegen vier Uhr los, findet eine Maschine leer vor und will sie füllen. Doch falsch: Ein Platzmitarbeiter stoppt ihr Vorhaben mit dem Hinweis, so spät (zur Erinnerung: Es ist vier Uhr.) darf nicht mehr gewaschen werden, weil sonst der Strom auf dem Platz zusammenbrechen könnte. Na toll! Nun haben wir morgen um elf einen Waschmaschinentermin. So etwas kann einem den ganzen Tag vermiesen. Ob den heutigen oder den morgigen oder beide, bleibt dahingestellt. Achim braucht nun doch noch etwas Bewegung und macht sich in der Abenddämmerung auf zu den Klippen. Dort oben kann er tief unten ein paar Netzfischer beobachten und links die Lichter von Quarteira bzw. rechts die von Albufeira sehen. Dann gehen ein paar künstliche Strandlichter an und tauchen seine Umgebung in ganz weiche Farben.