Der sonnige
Tag muss ausgenutzt werden. Wir starten für unsere Verhältnisse
sehr früh mit unseren Fahrrädern zum Cachen. Doch erst heißt es
etwa zehn Kilometer strampeln.
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| Schön gestalteter Kreisel am Wegesrand |
Der Wind von gestern ist netterweise
eingeschlafen. Unser Anlaufpunkt ist die sogenannte
Indalo-Cacherunde. Hier warten in einem Naturreservat über dreißig
Caches auf uns. Wir stellen unsere Fahrräder ab und machen uns zu
Fuß auf den Weg. Die Caches sind zum Glück meistens recht leicht zu
finden. Wir marschieren quer durch die Prairie. Hier gibt es
tatsächlich nichts als Gegend, sandigen Boden und ein paar Büsche,
teilweise mit kleinen fiesen Dornen. Hin und wieder verlieren wir
jeden Bezug zur Zivilisation.
Man sieht keinen Menschen, kein Haus,
kein Auto; eben nur Gegend. Ein paar Schuhspuren weisen darauf hin,
dass es vor uns auch andere Menschen, wahrscheinlich Geocacher,
gegeben haben muss, die hier die letzten Tage entlang gelaufen sind.
Zwischendurch sehen wir auch mal das Mittelmeer, wenn wir einen
Dünenhügel erklimmen. Sogar Retamar taucht am Horizont auf.
Wenige
Augenblicke später sind wir wieder ganz allein auf der Welt. Nach
dreieinhalb Stunden führen uns unsere Handys mit eingeschaltetem
Kompass wieder zu unseren Fahrrädern. Alle Caches haben wir noch
nicht geschafft. Vielleicht starten wir morgen noch einmal, um den
Rest zu suchen. Bei den Fahrrädern stärken wir uns mit Vitaminen.
Wir haben uns ein paar Orangen in unsere Rucksäcke gepackt. Dann
müssen wir wohl oder übel wieder zehn Kilometer zurück zum
Stellplatz radeln. Irgendwie kommen uns diese zehn Kilometer länger
und anstrengender vor als heute Morgen. Dann steht an: Kaffee –
Duschen – Füße hoch.


