Montag, 2. März 2015

Lagos 20 km


Wieder geht es weiter in Richtung Westen. Unsere in dieser Richtung vorletzte größere Station ist Lagos. Aber zuerst einmal müssen wir vom Stellplatz in Alvor herunter. Das ist gar nicht so einfach. Wir müssen noch ver- und entsorgen. Hierfür sind zwei Plätze für zwei Womos vorgesehen. Erwin startet als Erster und erwischt prompt einen der beiden Plätze. Wir müssen uns anstellen. Während der Wartezeit entsorgt Achim schon mal den Inhalt der Kassettentoilette und trägt einige Liter Wasser zur Abflussrinne. Nur Karin kommt mit dem Frischwasser nicht recht voran. Es gibt nur einen echten Anschluss neben zwei Wäschewaschbecken. In diesen Becken bekommt man unsere Kanister kaum gefüllt. Der Anschluss ist zwar mit einem Schlauch versehen, aber eben nur für ein Womo auf den beiden Plätzen. Außerdem ist er recht kurz, so dass er schon am Hahn geknickt wird und so kaum Wasser durchlässt. Nach einiger Zeit können auch wir auf einen Entsorgungsplatz rangieren. Achim muss zweimal Anlauf nehmen, weil sonst der Schlauch nicht bis zum Einfüllstutzen reicht. Irgendwann aber haben wir es geschafft. Dann geht es los. In Lagos stellen wir uns gleich am Ortseingang auf den Stellplatz, den wir noch vom letzten Jahr kennen. Es hat sich hier nichts verändert. Sogar ein Zirkus ist hier vor Ort – wie im letzten Jahr – allerdings sieht man, wie die Leute zusammenpacken. Erwin und Achim nehmen ihre Fahrräder und strampeln zur Promenade. Wir wollen herausfinden, ob bei diesem Wetter (kaum Wellen, viel Sonne) Grottenfahrten angeboten werden. Kaum sind wir an der Promenade angekommen, werden wir schon umworben. Wir sammeln Informationen und legen diese dann unseren besseren Hälften vor. Demokratisch wird eine Entscheidung gefällt, die nur kurz ins Wanken kommt, als wir alle zusammen mit den Rädern in die Stadt fahren und an der Promenade einen Fischer treffen, der seinerseits auch eine kleine Grottenfahrt anbietet. Alternativen soll man sich doch immer offen halten. Unser Bummel durch Lagos hat was.

Es ist ein schöner Ort mit vielen gut erhaltenen bzw. hergerichteten Gebäuden.
Nach einem Einkauf bei Lidl treibt uns der Hunger zu unseren Womos zurück. Während der ausgiebigen Vesper dürfen wir einem kleinen Rodeo beiwohnen. Ein kleines Pony (Gibt es auch große Ponys?) hat sich losgerissen und genießt seine Freiheit. Es trabt und galoppiert über den Platz. Selbst ein bellender Hund, der sich dem Pony anschließt, kann es nicht bremsen. Hoch erhobenen Hauptes ignoriert das Pony den Kläffer und trabt weiter. Aber dann gelingt es den Zirkusleuten doch, es einzufangen. Schade, nun lässt das Pony seinen Kopf offensichtlich schlecht gelaunt hängen.