Freitag, 3. Januar 2014

"Morgen geht's los!"

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Karin fährt ein letztes Mal zum Einkaufen und verstaut die Lebensmittel im Womo. Die Vorräte sollen für mindestens eine Woche ausreichen. Wenn alles wie geplant läuft, wollen wir erst in Peniscola den nächsten Großeinkauf machen. Dann rangiert Achim unser Womo so, dass wir unsere Gasflaschen tauschen können. Er ersetzt die graue deutsche Flasche durch die rote spanische. Als er sie an die neue Duocontrol anschließt, begrüßt ihn ein lautes Zischen als deutlichen Hinweis für „Ich bin nicht ganz dicht!“ Wie das? Achim untersucht die Anlage und holt zum Vergleich die Reste der alten Duomatic vom Dachboden. (Zum Glück hat er sie noch nicht weggeworfen – eben ein alter Jäger und Sammler. Das ist die Vorstufe zum neudeutschen Messie.) Der Unterschied ist offensichtlich ein nicht mehr vorhandener Dichtungsgummi. Also fummelt er den alten Gummi aus der Duomatic heraus und setzt ihn in die Duocontrol ein. Jetzt hört sie auf zu zischen. Ganz wohl ist Achim dabei aber immer noch nicht. Bei der Duomatic hatte er wenigstens eine Druckanzeige, die auch zur Kontrolle der Dichtigkeit diente. Bei der Duocontrol gibt es dieses Manometer nicht mehr. Also beschließt Achim, ein Lecksuchspray muss her. Leichter gesagt als getan. Unser Wohnort in der Lüneburger Heide ist nicht gerade die mondäne Einkaufsmeile. Das Auto in der Garage ist durch das Womo davor blockiert. Mit den Fahrrädern in der Womogarage käme Achim auch nicht besonders weit.
Karin hat die rettende Idee. Wir fahren morgen ja nach Oberfranken. Dort gibt es einen uns bekannten Obi und der hat alles. Ruf doch mal an. Gesagt, getan. Achim erreicht die Vermittlung. Eine telefonische Weiterleitung scheitert leider. Doch die Dame in der Vermittlung verspricht einen Rückruf. Sie notiert Achims Festnetznummer ohne sich über die 400 km entfernte Vorwahl auszulassen und beendet das Gespräch. Oh Wunder! Nach vielleicht zwei Minuten erfolgt der Rückruf. Ja, wir führen Lecksuchspray und wir haben am Samstag bis 18:00 Uhr geöffnet. Na dann.

Zu guter Letzt entdeckt Achim, dass unser Innen- und Außenthermometer den Geist aufgegeben hat. Nicht gut. Er versucht es mit der „Saunamethode“ und legt es auf einen heißen Heizkörper. Nach etwa einer Stunde gibt das Thermometer auf und funktioniert (vorerst) wieder. Wahrscheinlich war nur Feuchtigkeit eingedrungen.